Regula Rytz Nationalrätin Präsidentin Grüne

Medien

Wie man Rechtspopulisten stoppt

Mit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten ist ein narzisstischer Rechtspopulist in höchste Sphären aufgestiegen. Die Wahlen in den Niederlanden von letzter Woche zeigen schön, wie die rechtspopulistische Mechanik funktioniert. Mit Tabubrüchen und Provokationen verschaffen sich Ego-Patrioten wie Trump, Wilders oder Orban mediale Aufmerksamkeit und zwingen anderen Parteien ihre Themen auf. Sind sie einmal an der Macht, dann werden demokratische Institutionen und Werte, aber auch die Grenzen des Anstandes systematisch durchlöchert. Die beste Antwort auf den Rechtstrend ist nicht die Anpassung, sondern das Aufzeigen von konkreten Alternativen.

«Der Zugang zur Macht muss Menschen vorbehalten bleiben, die nicht in sie verliebt sind», hat Plato einmal gesagt. Diese Erkenntnis wurde durch die US-Wahlen schmerzhaft bestätigt. Überall auf der Welt zeigen deshalb konstruktive Kräfte den Trumps, Erdogans, Freysingers und Wilders parteiübergreifend die Rote Karte. Wir müssen noch viel mehr und noch viel stärker werden!

Eine Carte Blanche von Regula Rytz, 21. März 2017

Ausgleich, Offenheit, Pioniergeist – die Tugenden der Schweiz

Drei alte Tugenden würden helfen, in der Schweiz und als Teil der internationalen Staatengemeinschaft wieder optimistisch in die Zukunft zu schauen. Die erste Tugend ist der Ausgleich. Es ist sozusagen das bestimmende Element unserer Staats- und Gesellschaftsordnung. Zuerst war es der Ausgleich zwischen den katholischen und reformierten Kantonen.

Die zweite Tugend ist die Offenheit. 1848 gewährte die Schweiz politisch Verfolgten aus ganz Europa Asyl und weigerte sich, sie an benachbarte Monarchien auszuliefern.

Artikel von Regula Rytz in der Schweiz am Sonntag, 11. Februar 2017

Gastbeitrag Schweiz am Sonntag 11. Februar 2017.pdf 196 KB

Tisa kann Ihre Freiheit gefährden

Seit Jahren versuchen Grüne in allen europäischen Ländern, Informationen über das geheime Tisa-Abkommen zu erhalten. Auch in der Schweiz. Die offiziellen Antworten sind ein Meisterwerk der Schönrednerei. So betont der Bundesrat immer wieder, dass Tisa weder die öffentlichen Dienstleistungen noch die Umweltpolitik gefährde.

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Wenn das stimmte, wäre Tisa das erste Abkommen der Welt, in dem alle Länder nur nehmen, ohne etwas geben zu müssen. Freihandel à la carte sozusagen: Man darf das eigene Feld einzäunen, gleichzeitig aber auf den Wiesen der Nachbarn grasen. Das ist wie Samichlaus, Christkind und Osterhase in einem.

Das neuste Leak bringt nun einen weiteren Streitpunkt an den Tag: den Datenhandel. Im Oktober wurde bekannt, dass der Datenschutz in geheimen Papieren als Handelshemmnis gilt und geschwächt werden soll. Diese Entwicklung ist brisant.

Polit-Blog von Regula Rytz im BUND, 6.12.2016

«Wir werden in eine Swissair-Situation kommen»

Die Grünen haben den Abstimmungskampf verloren, die Schweiz sagt Nein zum geordneten Atomausstieg bis 2029. Grünen-Präsidentin Regula Rytz ist trotzdem zum Feiern zumute. Die Kampagne habe viel erreicht.

Watson-Interview mit Regula Rytz, 27.11.2016

Frau Rytz, wie geht es nach der historischen Niederlage weiter?

Der Ausstieg aus der Atomenergie ist das Kernanliegen der Grünen – und ist heute vorerst gescheitert. 54,2 Prozent der Wähler lehnten die Atomausstiegsinitiative ab. Für Grünen-Präsidentin Regula Rytz kein Desaster: «Es ist schwierig, eine Initiative zu gewinnen. Mit dem vorliegenden Resultat sind wir gut unterwegs.» Die Zustimmung von gut 45 Prozent wertet Rytz als Mandat, um sich im Rahmen der Energiestrategie 2050 weiter für einen Atomausstieg einzusetzen.

Video-Interview mit Regula Rytz im Tagesanzeiger, 27.11.2016

AGENDA

26. August 2017
Delegiertenversammlung Grüne Schweiz

11.-29. September
Herbstsession