Kolumnen & Texte

Wer die Heimat liebt, schützt die Umwelt

Rede zum Nationalfeiertag vom 1. August 2026 in Wila, Zürcher Oberland (Bild: Mit Gemeindepräsident Michi Hutzli).

Ich danke den Gemeindebehörden herzlich für die Einladung nach Wila und freue mich, den Geburtstag der Schweiz mit euch zusammen zu feiern. Ich bin an diesem besonderen Tag schon in vielen Dörfern und Städten zu Besuch gewesen und habe überall viel Gemein­schaftssinn und viel Offenheit erlebt. Der Stadt-Landgraben ist gar nicht so tief, wie immer behauptet wird. Ich habe überall engagierte Menschen ge­troffen, aus allen Generationen, aus allen Berufen, aus allen politischen Lagern. «Politik ist die Organisation von Vielfalt», hat die grosse Philosophin Hannah Arendt einmal gesagt. Deshalb ist es auch so wertvoll, dass wir heute zusammensitzen, einander zuhören, einander zu verstehen versuchen.

Dass dieser Dialog in der Schweiz immer noch möglich ist, trotz der Polarisierung und Fakten­verdrehung in den Sozialen Medien: Darauf bin ich als Bürgerin dieses Landes sehr stolz.

Ich habe mich natürlich erkundigt, was mich hier in Wila erwartet, in dieser «unauffälligen Töss­talgemeinde mit verborgenen Schönheiten», wie es auf der Website des Gemeinderates heisst. Ich habe viele Informationen gefunden, über eine gut geführte, moderne Gemeinde­ver­waltung, aber auch verlockende Wander­tipps und spannende Geschichten. Die von Elisabeth Eidenbenz zum Beispiel. Einer Lehrerin, die 1913 in Wila geboren ist und sich im spanischen Bürgerkrieg und später im besetzten Frankreich während des zweiten Welt­krieges für den Schutz von Müttern und Kindern eingesetzt hat. Sie hat – anders als die offizielle Schweiz – alle hilfesuchenden Familien aufge­nommen, ohne Rücksicht auf Nationalität, Religion und Vor­schriften der deutschen Besatzungs­macht. Auch viele jüdischen Mütter und Kinder konnten so gerettet werden. Dem sagt man Zivilcourage, Zivilcourage made in Wila. Oder vielleicht, passend zum 1. August: eine moderne Wilhelm-Wila Tell.

Aber ich bin nicht hier, um einen Rückblick zu machen auf die Geschichte eures Dorfes. Ich bin eingeladen worden, um den Platz der Schweiz in der heutigen Welt zu beleuchten und dabei auch etwas zum Zustand von unseren Lebens­grund­­lagen sagen. Es gibt kein besseres Thema für einen 1. August. Denn in allen Heimatliedern werden unsere Gletscher, die grüne Wiesen, die stolzen Berge besungen. Vieles davon ist heute bedroht. Nicht durch fremde Mächte und äussere Feinde. Sondern durch die Art und Weise, wie die Menschen, auch wir, heute leben. Nie ist das klarer geworden als an diesem 1. August 2026, mitten in diesem glühenden Hitzesommer.

Während wir hier zusammen feiern, kämpfen in Frankreich und Griechen­land immer noch erschöpfte Feuerwehrleute gegen ein Flammenmeer. Eine Viertelmillion Menschen musste evakuiert werden und Hunderttausende von Tieren sind elendiglich verbrannt. Wir wissen: Die extreme Trockenheit und die Rekord-Temperaturen dieses Sommers können jeden Funken in eine tödliche Feuerwalze verwandeln. Aus diesem Grund gilt auch hier in Wila heute ein Feuerverbot. Es ist in der Schweiz zum Glück noch nicht so schlimm ist wie in anderen Ländern dieser Welt. Aber es schlimm genug.

Hitzewellen und Dürre machen auch uns und der hiesigen Land­wirtschaft zu schaffen. Die Ernten verdorren auf den Feldern. Und die Kühe stehen wegen Hitzestress mit Durchfall im Stall oder müssen vorzeitig geschlachtet werden. Es gibt zu wenig Futter. Der Präsident des Berner Bauernverbandes, Jürg Iseli, will deshalb den Kopf nicht mehr länger in den Sand stecken. Er kritisiert offen die Leute in seiner Partei, die immer noch be­haupten, es gäbe gar keinen Klima­wandel. Oder falls es ihn dann vielleicht doch gäbe, dann sei er gar nicht schlecht für die Landwirt­schaft.

Ich bin nicht sicher, ob sie das ernst meine. Oder träumen sie vielleicht von Kakteen, Datteln und Dromedar auf den Feldern? Der Berner Bauern­ver­bands­präsident ist da sehr viel realisti­scher. Er fordert rasche Mass­nahmen, um den Klima­wandel, den die Menschen in Gang gesetzt haben, endlich abzu­bremsen. Zum Beispiel eine CO2-Abgabe auf Flugtickets. Wenn ihr die Schlangen seht an den Flughäfen heute, dann braucht so eine Forderung Mut. Zivilcourage, wie bei Elisabeth Eidenbenz aus Wila. Der Mut, in einer schwierigen Zeit das Richtige zu machen. Haben wir diesen Mut?

Viel Zeit haben wir nicht mehr. Was wir in diesem Sommer erleben, ist exakt das, was die Klimawissenschaften seit vielen Jahren vorausgesagt haben. Nicht weil sie uns das ge­wohnte Leben und die kleinen Freuden vermiesen wollen. Sondern weil sie die Naturge­setze kennen. Physik, Chemie, Biologie, Mathematik. Diese Naturgesetze be­wirken, dass die immer höhere, menschengemachte Treibhausgas­konzen­tration in der Erd­atmosphäre die Abstrahlung von Sonnenlicht bremsen. Aus einem natürlich­en Schutz­mechanismus für unseren Planeten ist eine Heizung geworden, die immer mehr im Roten dreht. Sie erhitzt die Meere und schmilzt unsere Gletscher ab. Und damit auch unsere Wasserspeicher.

Angetrieben wird diese Klima-Heizung durch das Verbrennen von Öl, Benzin, Kerosin oder Gas. Das weiss man schon lange, deshalb werden seit vielen Jahren technische Alternativen entwickelt. Fürs Heizen, für die Mobilität, für Industrie, Gewerbe und Land­wirtschaft. All das funktioniert auch ohne Öl aus Russland oder Katar. Aber es funktioniert nur, wenn die Menschen mitmachen. Wir sind die einzigen, welche die Heizung noch zurück­drehen können. Ist es wirklich so schwer, den eigenen Kindern und Gross­kindern zuliebe etwas an seinen Gewohnheiten zu ändern? Ich hoffe nicht.

Jetzt kann man natürlich sagen: Die anderen sollen anfangen. China, die USA, die sind ja viel grösser als die kleine Schweiz. Diese Haltung ist aus meiner Sicht aus zweierlei Gründen falsch.

Der erste Grund ist eine simple Rechnung. Pro Kopf produziert kaum ein anderes Land so viele Umweltschäden wie die Schweiz. Nicht hier im schönen Wila, vor unseren Augen. Aber in den Ländern, die Konsumgüter und Rohstoffe für uns alle produzieren. Kaffee, Mineraldünger, Kleider, Computer, Batterie, Erdöl und vieles mehr. Wer so abhängig ist vom Ausland wie wir, kann sich nicht aus der Verant­wortung stehlen. Jede ist gefragt, ganz nach dem Motto „Einer für alle und alle für einen“, das in der Kuppel des Bundeshauses verewigt ist.

Auch der zweite Grund für mehr Selbstverantwortung hängt mit unseren Werten zusammen. Wir feiern heute den Geburtstag eines Landes, das als Kleinstaat oft Grosses geleistet hat. Die Schweiz ist nach den USA die älteste und – seit Trump – auch die stabilste Demokratie der Welt. Unsere Vor­fahren haben geliefert. Die einzige direkte Demokratie mit Initiativ- und Referend­umsrecht. Das beste Eisenbahnnetz der Welt. Das erste Fabrikgesetz der Welt mit dem Verbot der Kinderarbeit. Das erste Wald­schutz­gesetz der Welt. Das erste Gewässer­­schutzgesetz der Welt. Wenn ihr in Wila heute eure verborgenen Schönheiten geniesst, dann hat das viel mit der Weitsicht unserer Vorfahren zu tun. Leider ist eine solche Weitsicht heute nicht mehr in Mode. Zumindest im Bundeshaus nicht, das kenne ich gut. Da wartet man lieber ab, trinkt Tee und hofft, dass sich die Probleme von allein lösen. Was für eine Illusion.

Denn etwas hat sich seit Gründung unseres Bundes­staats 1848 stark verändert. Anders als früher kann die Schweiz in den globalen Stürmen von heute nicht mehr allein be­stehen. Sie ist auf verlässliche Partner angewiesen. So wie ihr hier in Wila auf eine gute Zusammen­arbeit mit der Region. Ich habe gesehen, dass ihr viele Zweckverbände und Verträge mit den Bezirken und den Nachbarge­meinden habt. Trotzdem ist Wila eigenständig geblieben. Genauso ist es auch mit Europa. Unsere nationale Identität, unsere Souveränität ist durch die Verträge mit den euro­päi­schen Nachbarländern nicht gefährdet. Im Gegenteil. Die Zusammen­arbeit hilft uns, gegen die skrupellose Machtpolitik von Putin, Trump, Musk und Co. zu bestehen und unsere Demokratie, unsere Sicherheit und unsere Werte zu verteidigen.

Der Geburtstag der Schweiz fällt heuer in eine schwierige Zeit. Zum Glück können wir alle dazu beitragen, dass es wieder besser kommt. Durch unser persönliches Handeln, durch unser politisches Handeln, als Unter­nehmer, als Konsumentin, in der Familie – es gibt so viele Möglichkeiten. Jeder Schritt, der hier, vor der eigenen Haustür gemacht wird, ist wichtig. Denn Heimat ist da, wo wir leben. Heimat ist in unserer vernetzten Welt aber auch dort, wo alle anderen leben. Wenn es dort schief geht, dann wird es auch hier schwierig. Unsere Heimat ist deshalb nicht nur Wila oder die Schweiz. Sondern die Welt, der einzige Planet, auf dem nach heutigem Wissen überhaupt Leben möglich ist. Tragen wir Sorge dazu, in Kleinen und im Grossen.

Von Schandflecken und Lichtblicken»workzeitung.ch

Immer mehr drängen chinesische Billigexporte in die EU und in die (zollfreie) Schweiz. Nur mit gezielten Massnahmen gegen systemische Marktverzerrungen kann die europäische Industrie erhalten werden. Antidumpingzölle in strategischen Sektoren wie der Batterie- oder Maschinenindustrie und die Förderung der Innovationskraft sind wichtige Schutzmechanismen für den europäischen Arbeitsmarkt. Das weiss auch die EU. Mit dem «Industrial Accelerator Act» sollen europäische Unternehmen, die in klimafreundliche Produktion investieren, bei öffentlichen Ausschreibungen bessere Chancen bekommen. Damit nicht nur der Preis zählt, sondern auch die Nachhaltigkeit.

Für unsere Werte einstehen!»

Die 70ste Generalversammlung der Entwicklungsorganisation Helvetas stand im Zeichen der weltweiten Krisen. Hier meine Eröffnungsrede:

Liebe Mitglieder und Spenderinnen von Helvetas. Ich begrüsse Sie herzlich zur 70. Generalversammlung von Helvetas! Wir freuen uns, dass Sie sich dafür interessieren, wie es Menschen in anderen Teilen der Welt ergeht und was Ihre Unterstützung für Helvetas konkret bewirkt. Das ist wichtig für die fast 7 Millionen Menschen, die wir im letzten Jahr erreichen konnten. Es ist wichtig für unsere Mitarbeitenden in den Projektländern und in der Schweiz. Für den Vorstand. Und auch für mich als Präsidentin. Vor vier Jahren haben Sie mich in dieses Amt gewählt. Seither entdecke ich jeden Tag neue Gründe, um mich für die älteste internationale Entwicklungs­organisation der Schweiz einzusetzen. Ich hoffe, auch Ihnen geht es so. Manchmal könnte man allerdings den Eindruck erhalten, die Solidarität und das globale Verantwortungsgefühl würden an Bedeutung verlieren. Doch dieser Eindruck täuscht.

Wussten Sie zum Beispiel, dass 86% der Schweizerinnen und Schweizer nicht wollen, dass der Bund bei der Entwicklungs­zusammen­arbeit kürzt? Das hat eine aktuelle ETH-Studie ergeben (1). Dieser Wert war in den letzten Jahren etwas gesunken, steigt jetzt aber wieder. Nicht nur bei uns, sondern auch in Europa. Vielleicht ist dies eine Reaktion darauf, dass die Folgen der aktuellen Politik immer sichtbarer werden. Die globalen Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit wurden seit 2023 um fast 30% gekürzt – ein Negativrekord, der nicht ohne Wirkung bleibt.So konnten wir zum Beispiel alle lesen, dass der Abbau bei der internationalen Gesund­heits­prävention in der Republik Kongo eine dramatische Zunahme von Ebola-Infektionen begünstigt hat. Es fehlen die Mittel, um diese gefährliche Epidemie zu bekämpfen (3).

Es wird noch viele solche Rückschritte geben, wenn reiche Länder wie die Schweiz nicht endlich über die Bücher gehen und die Internationale Zusammen­arbeit stärken, so wie es in unserer Verfassung steht. Zum Glück zeigt sich bei den privaten Spenden ein anderes, ein positiveres Bild (2). Auch bei Helvetas. Sie werden im Finanzteil die Details sehen.

Es tut uns gut, heute mit Ihnen zusammenzukommen und zu sehen, dass wir getragen werden. Doch es geht eigentlich nicht um uns. Es geht um die Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten. Um Frauen, Männer und Kinder weltweit. Um die Bäuerin im peruanischen Hochland, die dank unserer Unterstützung ihre Existenz sichern kann. Um Familien, die in Madagaskar Zugang zu sauberem Wasser erhalten. Um junge Menschen in Vietnam, die dank unseren Berufsbildungskursen eine Perspektive entwickeln können. Diese Menschen brauchen gerade jetzt und in den nächsten Monaten noch stärker unsere Hilfe. Nicht nur, weil alle Staaten immer mehr Geld in die Militärbudgets umleiten, auf Kosten von Bildung und Gesundheit. Sondern auch, weil vor wenigen Monaten ein weiterer Krieg begonnen wurde. Diesmal im Iran. Dieser Krieg hat in dieser Zeit enormen Schaden angerichtet, und zwar weit über die betroffene Region hinaus. Die Blockade der Strasse von Hormuz hat die Energiepreise weltweit explodieren lassen. Wir spüren es hier – Sie kennen die Diskussionen über Tankrabatte. Vor allem aber spüren es die armen Länder. Und dort wird es existenziell. Denn wenn Treibstoffpreise steigen, stehen auch Traktoren still. Felder können nicht bestellt werden, Lastwagen erreichen abgelegene Regionen nicht mehr. Lieferketten geraten ins Stocken, und lebenswichtige Güter, Nahrungs­mittel, Düngemittel, aber auch Baumaterialien in den Erdbebengebieten werden teurer.

Das hat Folgen: Wir wissen von unseren Mitarbeitenden in Afrika und Asien dass viele Familien, die bereits am Existenzminimum lebten, hart getroffen sind. Sie essen weniger oder weniger gesund. Oft bleibt nur noch eine Mahlzeit pro Tag, was vor allem für Kinder schwerwiegende Auswirkungen hat. Wo immer es möglich ist, versucht Helvetas die bestehende Projekte an neue Situationen anzu­passen und flexibel auf die Bedürfnisse von Menschen in Krisen zu reagieren. In unserem Jahres­bericht 2025 finden Sie viele Beispiele von unserem Wirken und unserer Wirkung in dieser anspruchsvollen Zeit. Wir setzen uns für Menschen ein, die es sich nicht leisten können, die Hoffnung aufzugeben.

Einer dieser Orte ist auch die Ukraine. Hier findet seit über vier Jahren ein brutalster Angriffskrieg gegen die Zivilbevölkerung statt, quasi vor unserer Haustür. Dieser Krieg dauert unterdessen länger als der 1. Weltkrieg. Die Menschen sind unendlich müde, doch ein Ende ist nicht in Sicht. Nicht zuletzt, weil Russland von der Blockade der Strasse von Hormuz profitiert und seine Kriegskasse mit Ölexporten wieder füllen kann. So sind die globalen Zusammenhänge. Helvetas wird sich in dieser Situation natürlich weiter in der Ukraine engagieren. Wir können wichtige Projekte für die Schweiz umsetzen. Aber wir dürfen uns nichts vormachen. Unsere Mitarbeitenden dort arbeiten unter schwierigsten Umständen und in ständiger Bedrohung. Wir werden im zweiten Teil des Abends mehr darüber hören. Und zwar von der lokalen Helvetas-Koordinatorin Mariana Kaganiak und Luzia Tschirky. Die ehemalige SRF-Korrespondentin hat Projekte von Helvetas in der Ukraine besucht.

Zum Schluss möchte ich noch einmal betonen, wie wichtig es ist, dass gerade wir in dieser schwierigen Weltlage für unsere Werte einstehen. Solidarität, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit sind heute nötiger denn je. Und wenn andere laut das Gegenteil behaupten, dann geben wir eine klare Antwort. Nicht durch noch lauteres Schreien. Sondern durch Hartnäckigkeit und vor allem durch unser Handeln.

Ich danke unseren Mitarbeitenden in der Schweiz und weltweit für ihr Engagement – oft unter schwierigen Bedingungen. Ich danke Melchior Lengsfeld und dem gesamten Leitungsteam für die Suche nach stabilen Wegen in diesen unsicheren Zeiten. Ich danke dem Vorstand für die Unterstützung. Der grösste Dank geht aber an Sie: unsere Mitgliedern, Spender:innen und Unterstützer:innen. Ohne Sie wäre unsere Arbeit nicht möglich. Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung sind uns Auftrag und Ansporn zugleich.

Ungarn: Schicksalswahl für Europa und die Welt»workzeitung.ch

Es gibt sie noch, die guten Nachrichten aus ­Europa. In Frankreich blieb der befürchtete Durchmarsch der Rechten bei den Kommunalwahlen aus. Städte wie Paris, Marseille oder Lyon werden weiter von Sozialisten und Grünen regiert. Auch die Justizreform von Giorgia Meloni ist im März an der Urne gescheitert. Die Wählerinnen und Wähler wollten vor allem ein Zeichen gegen die «Orbánisierung» Italiens setzen, sagen Verfassungsrechtler. Wie geht es in Ungarn selber weiter?

Migration: Brain-Drain im Westbalkan»workzeitung.ch

2026 werden die europapolitischen Weichen in der Schweiz gestellt. Denn die Abstimmung über die SVP-Chaos-Initiative («10-Millionen-Schweiz») ist faktisch ein vorgezogenes Europaplebiszit. Kommt sie durch, steht die Erneuerung der bilateralen Verträge – inklusive Lohnschutz – auf dem Spiel. Die Schweiz wäre isolierter denn je. Genau in dem Moment, in dem Europa von skrupellosen Autokraten umgeben ist und ein internationaler Konfliktherd nach dem anderen eskaliert. Doch ist Europa stark genug, um seine neue geopolitische Rolle auszufüllen?